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Visionen erlebbar machen

Die Geschichte vom geschlossenen Industrieareal, das sich zum lebendigen Stadtquartier entwickeln sollte, begann am 1. Oktober 2003. Damals wurde das 125'000 m2 grosse Industrieareal in Uster, auf welchem die Firma Zellweger Luwa ihren Hauptsitz hatte, von deren Besitzerfamilie Bechtler käuflich erworben. Genaue Vorstellungen über die Zukunft gab es damals noch nicht. Mit dem Verkauf der Zellweger Luwa musste eine andere Nutzung angestrebt werden. Schnell war klar, auf dem geschlossenen Industrieareal sollte ein lebendiges, offenes Stadtquartier mit einer Mischung von Arbeiten und Wohnen entstehen. Schon damals war angedacht, Kunst in den Entwicklungsprozess zu integrieren.

Hohe Ansprüche an die Arealentwicklung und Architektur waren die Vorgaben für den städtebaulichen Ideenwettbewerb. Das Gewinnerprojekt von EM2N Architekten mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten (heute Studio Vulkan) überzeugte mit folgenden Merkmalen: Mischung von Wohnen und Arbeiten, grosse Bauten im Gegensatz zur kleinstrukturierten Umgebung, bedeutende Grün- und Parkanteile sowie quartierverbindende Achsen für Fussgänger und Velofahrer. Erst durch das Resultat des städtebaulichen Wettbewerbs wurde die Schönheit des Areals mit den beiden Weihern und den Chancen voll erkannt. Auch die klare Strukturierung des Areals in fünf Baufelder war ein wichtiges Ergebnis dieses Wettbewerbs.

Die erste Bebauungsetappe wurde von den Wettbewerbsgewinnern Gigon/Guyer Architekten mit Guido Hager Landschaftsarchitekten (140 Mietwohnungen) realisiert. Überzeugt hat die Jury die präzise räumliche Nutzung mit zwei grossen Baukörpern und die optimale Einbettung zwischen Weiher und Aabach. Das zweite Bauprojekt der Zellweger Park AG erteilte Cristina Bechtler in einem Direktauftrag an Herzog & De Meuron. Dieses so genannte Wohnturmprojekt (32 Mietwohnungen) ist gut positioniert am Herterweiher und gleichzeitig äusserst innovativ und zwar unter dem Leitmotiv «industrielles Wohnen im industriellen Umfeld». Es nimmt Merkmale des industriellen Umfelds auf und übersetzt sie in das Wohnprojekt.

Das aktuelle Projekt mit 35 Mietwohnungen in der ältesten Baute auf dem Areal, dem Spinnereigebäude ging in Form eines Direktauftrages an Pfister Schiess Tropeano & Partner Architekten, und die letzte Wohnbauetappe ebenfalls in einem Direktauftrag an EM2N Architekten, welche am Ort des unschönen Hochregallagers, ebenfalls wunderbar am Zellwegerweiher gelegen, 133 Mietwohnungen realisieren werden.


«Wir waren von Anfang an bemüht, den Transformationsprozess umsichtig und überdurchschnittlicher Qualität verpflichtet durchzuführen. Die Mikro- und Makrolage, die Umgebung und hochwertige bestehende Basissubstanz (u.a. der alte Firmenhauptsitz mit Pavillon von Roland Rohn) waren uns Verpflichtung. Dabei spielten Wettbewerbe und strategische Direktaufträge und die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern eine bedeutende Rolle. Wir nutzten schliesslich die Möglichkeiten, welche sich uns mit der Walter A. Bechtler-Stiftung boten und platzierten Werke wichtiger zeitgenössischer Künstler im Areal des Parks.»
Ruedi und Thomas Bechtler, Verwaltungsräte Zellweger Park AG

Herausragende Architektur

Roland Rohn

Roland Rohn (1905–1971) studierte Architektur an der ETH Zürich bei Karl Moser und Gustav Gull. Von 1929 bis 1931 arbeitete er beim international tätigen Architekten Otto Rudolf Salvisberg. 1931 wagte Rohn den Schritt in die Selbständigkeit. Für die Landesausstellung 1939 konzipierte er den Elektrizitätspavillon und konnte so wichtige Kontakte zur Industrie knüpfen. 1940 übernahm Rohn das Büro des verstorbenen Salvisberg und baute in den kommenden Jahren für Brown Boveri & Cie, für die Aufzugsfirma Schindler und vor allem für den Pharma-Konzern Hoffmann-La Roche im In- und im Ausland vielbeachtete Verwaltungs- und Industriegebäude. 1953 bis 1960 war Rohn für den Neubau des Bankvereins am Paradeplatz in Zürich verantwortlich.

Für die damalige Zellweger Uster AG baute Rohn das Verwaltungsgebäude mit dem Pavillion im Herterweiher. Rohns Architektur zeugt auf hohem Niveau von den gestalterischen, funktionellen und konstruktiven Tendenzen einer gemässigten Moderne.

Gigon/Guyer

Das Architekturbüro Gigon/Guyer wurde 1989 von Annette Gigon und Mike Guyer gegründet. Das Büro mit Sitz in Zürich arbeitet an zahlreichen Projekten im In- und Ausland. Neben verschiedenen Museumsbauten und öffentlichen Gebäuden hat sich das Architekturbüro auch im Wohnungsbau und in den letzten Jahren im Bürobau einen Namen gemacht. Die bisherigen Gebäude sind mehrfach ausgezeichnet und weltweit publiziert worden. Gigon/Guyer entwickeln ihre architektonischen Lösungen immer wieder neu aus dem Kontext, aus den Gegebenheiten des Ortes und der Nutzung. Zu den bekanntesten Projekten gehören das Bürohochhaus Prime Tower in Zürich, ein Kunstzentrum mit Wohn- und Bürogebäuden auf dem Löwenbräu-Areal, je ein Bürogebäude an der Europaallee und im Rosaupark in Zürich sowie ein Ausbildungs- und Administrationsgebäude in Rorschach.

Als Gewinnerin des Wettbewerbes der ersten Bauetappe entstand zwei grosse Baukörper mit 140 Mietwohnungen mit einer sehr präzisen räumlichen Nutzung, eingebettet zwischen Weiher und Aabach.

Herzog & de Meuron

Herzog & de Meuron wurde 1978 von Jacques Herzog und Pierre de Meuron in Basel gegründet. Das Spektrum an Gebäuden, welche Herzog & de Meuron entworfen haben, reicht vom Privathaus über Museen, Stadien und Krankenhäuser bis zu städtebaulichen Studien. Zu ihren bekanntesten Bauten gehören die Umgestaltung der Bankside Powerstation zur Tate Modern, London, England (2000) und das Nationalstadion, Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 in Peking, China (2008), die Elbphilharmonie, Hamburg (2016) oder das Projekt Helsinki-Dreispitz, ein Wohn- und Archivgebäude in Basel/Münchenstein (2014), der St. Jakob Turm in Basel (2008) sowie das Wohngebäude an der Rue des Suisses, Paris, Frankreich (2000). Dem Büro wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter 2001 der «Pritzker Architecture Prize» sowie 2007 die «RIBA Royal Gold Medal» und der «Praemium Imperiale».

Auf dem Zellweger-Areal realisierten Herzog & De Meuron via Direktauftrag das so genannte innovative Wohnturmprojekt mit 32 Mietwohnungen am Herterweiher.

Kunst

Der idyllische Zellweger-Park – im Herzen Usters – ist ein Ort der Ruhe und des Entspannens. Hier im Schatten der alten Baumbestände und an den Ufern der schönen Weiher kann man die Seele baumeln lassen. Einzigartig machen den Park die grossartigen Werke internationaler Freiluftkunst, die einem auf Schritt und Tritt begegnen. Möglich macht dies die Walter A. Bechtler-Stiftung, welche im Jahr 1955 vom Unternehmer Walter A. Bechtler (1905–1994) ins Leben gerufen wurde. Als Kunstsammler war es Walter A. Bechtler ein Anliegen, insbesondere bildende Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Weitere Informationen finden Sie unter zellweger-park.ch

Tadashi Kawamata (*1953): «Drift Structure», 2010

Richard Kissling (1848–1919): «Helvetia und Merkur», 1899

Peter Fischli (*1952) / David Weiss (*1946 †2012): «Moosfelsen», 2010

Sol LeWitt (1928–2007): «Cube», 1984/2011

Victor Vasarely (1906–1997): «Gestalt Rot», «Gestalt Grün», «Gestalt Blau», «Gestalt Gelb», 1971

Oscar Tuazon (*1976 in Seattle): «Erector», «I Put Food on the Table» (2011/2012)

Guyton / Walker: «Untitled» 2012

Lutz & Guggisberg: «Werkhof» (2013)

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